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 Forschungsprojekte am MPIfG

"Winner-take-all"-Märkte in der Kultur- und Kreativwirtschaft

Mark Lutter


 
Auf "Winner-take-all"-Märkten bestehen zwischen Anbietern nur sehr geringe Leistungsunterschiede, aber extreme Unterschiede im Erfolg. Den wenigen "Gewinnern" steht eine breite Masse von "Nichtgewinnern" gegenüber. Leistung, Qualität oder Talent übersetzt sich auf diesen Märkten nicht proportional in Erfolg. Ein Künstler, der über das Hundertfache des Durchschnittseinkommens verfügt, besitzt nicht zugleich ein hundertfach größeres Talent. Aufgrund der großen Erfolgskonzentration ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, ein überdurchschnittliches Einkommen zu erzielen oder überhaupt am Markt bestehen zu können. Wie ist die Motivation der Akteure zu erklären, sich in diese Märkte zu begeben? Von welchen Umständen hängt ihre Investitionsentscheidung ab? Wie entstehen Winner-take-all-Märkte? Das Forschungsprojekt will diese Fragen theoretisch wie empirisch beantworten. Im Vordergrund steht die Untersuchung der sozialen Triebkräfte, die die Entstehung dieser Märkte und ihre Erfolgsverteilungen erklären können. Die empirische Grundlage bilden Märkte in der Kultur- und Kreativwirtschaft, insbesondere Strukturdaten aus der Filmwirtschaft und Daten aus standardisierten Befragungen von Künstlern, Musikern, Schauspielern und sonstigen Kreativen. Projektdauer Mai 2010 bis April 2016.
 
Lutter, Mark, 2012: Anstieg oder Ausgleich? Die multiplikative Wirkung sozialer Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt für Filmschauspieler. In: Zeitschrift für Soziologie 41(6), 435-457.
 
Lutter, Mark. 2013: Strukturen ungleichen Erfolgs: Winner-take-all-Konzentrationen und ihre sozialen Entstehungskontexte auf flexiblen Arbeitsmärkten. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 65(4), 597-622.
 
Lutter, Mark, 2013: Is There a Closure Penalty? Cohesive Network Structures, Diversity, and Gender Inequalities in Career Advancement. MPIfG Discussion Paper 13/9, Cologne: Max Planck Institute for the Study of Societies.
 
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