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 Forschungsprojekte am MPIfG

Soziale Bedingungen und Folgen flexibler Arbeitsmärkte

Wolfgang Streeck


 
In den letzten zwei Jahrzehnten sind die Anforderungen der Arbeitgeber und der staatlichen Arbeitsmarktpolitik an die Flexibilität der Arbeitskräfte ständig gestiegen, weit über das noch in den 1980er-Jahren als zumutbar empfundene Maß hinaus. Zugleich haben sich die Familienstrukturen in allen entwickelten Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften teilweise dramatisch gelockert, während die Zahl der Geburten kontinuierlich zurückgegangen ist, wenn auch in national unterschiedlichem Ausmaß. Staatliche Politik hat darauf in zahlreichen Ländern mit Versuchen einer Integration von Arbeitsmarkt- und Familienpolitik reagiert, wobei die Fürsorge für die nachwachsende Generation in Antwort auf die Veränderungen des Beschäftigungs- und Familiensystems zunehmend zu einer öffentlichen Aufgabe wird. Das Projekt untersucht den Zusammenhang zwischen der Liberalisierung von Arbeits- und Familienverhältnissen und dem Anwachsen von Staatstätigkeit und Staatsausgaben im früher familiären Bereich. Projektdauer: Januar 2009 bis Oktober 2014.
 
Streeck, Wolfgang, 2009: Flexible Markets, Stable Societies? In: Herbert Obinger/Elmar Rieger (Hg.), Wohlfahrtsstaatlichkeit in entwickelten Demokratien: Herausforderungen, Reformen und Perspektiven. Festschrift für Stephan Leibfried. Frankfurt a.M.: Campus, 137-157. (Auch erschienen als MPIfG Working Paper 08/6. Cologne: Max Planck Institute for the Study of Societies.)
 
Streeck, Wolfgang, 2011: Flexible Employment, Flexible Families, and the Socialization of Reproduction. In: Florian Coulmas/Ralph Lützelner (eds.), Imploding Populations in Japan and Germany: A Comparison. Leiden: Brill, 63-95. (An extended version published as MPIfG Working Paper 09/13. Cologne: Max Planck Institute for the Study of Societies.)
 
Streeck, Wolfgang, 2011: Volksheim oder Shopping Mall? Die Reproduktion der Gesellschaft im Dreieck von Markt, Sozialstruktur und Politik. MPIfG Working Paper 11/5. Köln: Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung.
 
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