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 Forschungsprojekte am MPIfG

Die europäische Wirtschafts- und Sozialintegration

Martin Höpner und Armin Schäfer


 
Auf dem europäischen Kontinent haben sich seit der Industrialisierung höchst unterschiedliche Kapitalismusmodelle entwickelt. Nun sind diese Länder Teile eines zunehmend integrierten Wirtschaftsraums. Nachdem die Integration der Produktmärkte weitgehend abgeschlossen ist, zielen Integrationsversuche nun verstärkt auf die Dienstleistungs- und Kapitalmärkte. Dies führt zu Spannungen mit den Institutionen der "organisierten", "rheinischen" Spielart des Kapitalismus. Gleichzeitig bleibt die Zusammenarbeit in der Steuer-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik unterentwickelt und der Währungsintegration stehen keine Instrumente einer europäischen makroökonomischen Politik gegenüber. Versuche, einheitliche Mindeststandards beispielsweise in der Sozialpolitik oder der Unternehmensbesteuerung zu etablieren, werden durch den intergouvernementalen Einigungszwang erschwert. Im Projekt wird der Forschungsstand zur politischen Ökonomie der jüngeren europäischen Integration zusammengetragen und nach den politischen Implikationen des "Clashs der Kapitalismen" gefragt. Projektdauer: Oktober 2006 bis September 2015.
 
Höpner, Martin/Armin Schäfer, 2010: A New Phase of European Integration: Organised Capitalisms in Post-Ricardian Europe. In: West European Politics 33(2), 344-368.
 
Höpner, Martin/Armin Schäfer, 2012: Embeddedness and Regional Integration: Waiting for Polanyi in a Hayekian Setting. In: International Organization 66(2), 429-455.
 
Höpner, Martin/Armin Schäfer, 2012: Integration among Unequals: How the Heterogeneity of European Varieties of Capitalism Shapes the Democratic and Social Potential of the EU. MPIfG Discussion Paper 12/5. Köln: Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung.
 
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