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 Forschungsprojekte am MPIfG

Einführung zu "Soziologie der Märkte"

Jens Beckert


 
In dem Projektbereich "Soziologie der Märkte" geht es um Märkte als zentrale Institution kapitalistischer Ökonomien. Das übergeordnete Ziel ist, mithilfe des theoretischen und methodischen Instrumentariums der Soziologie ein Verständnis der Funktionsweise von Märkten zu entwickeln. Märkte werden von einem Weber'schen Gesichtspunkt aus als "Arenen sozialen Handelns" betrachtet, in denen Akteure sich unter Wettbewerbsbedingungen gegenübertreten. Welche sozialen, kulturellen und politischen Rahmenbedingungen müssen für die Entwicklung der sozialen Ordnung von Märkten bestehen? Ein projektübergreifender Aspekt ist die Ungewissheit, mit der Marktakteure bei ihren Entscheidungen konfrontiert sind. Die Probleme der Koordination, die sich für die Marktteilnehmer daraus ergeben, können als Werte-, Wettbewerbs- oder Kooperationsprobleme identifiziert werden. Der Faktor der Unsicherheit eröffnet weitergehende theoretische Möglichkeiten, die Einbettung wirtschaftlicher Handlungen zu erklären. In empirischen Projekten werden Phänomene wie der Lotteriemarkt, der Finanzmarkt, Bekleidungsmärkte, der Weinmarkt und Phänomene der Illegalität auf Märkten in vergleichender und historischer Perspektive untersucht.
 

 
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