Die Wahlen zum Europäischen Parlament am 7. Juni und die diesjährigen Landtags- und Kommunalwahlen haben gezeigt: Ein Großteil der Wahlberechtigten bleibt den Urnen fern. Als Gründe für die niedrige Wahlbeteiligung werden Bürgerferne, überbordende Bürokratie und Regulierungsdrang der Europäischen Union genannt. Bei allen innerdeutschen Wahlen sinkt die Wahlbeteiligung seit den 1980er-Jahren. Setzt sich dieser teilweise dramatische Rückgang fort, wird Wählen zur Beschäftigung politisch interessierter Minderheiten.
Finanzmarktkrise und Euro-Krise
Wissenschaftler des MPIfG stellen ihre Sicht auf die aktuellen Entwicklungen in den kapitalistischen Wirtschaftssystemen zur Diskussion.
Die Aufbaugeneration der Bundesrepublik vererbt gegenwärtig
ihren Vermögensbesitz. Zum ersten Mal im 20. Jahrhundert
kann eine Generation unter Bedingungen dauerhafter
wirtschaftlicher Prosperität Vermögen bilden und dieses an
die nächste Generation übertragen. Ein Prozess von großer
gesellschaftspolitischer Bedeutung. Bietet die
Erbschaftssteuer einen Hebel gegen die wachsende soziale
Ungerechtigkeit?
Deutschland AG: Netzwerk in Auflösung
Traditionell war die deutsche Unternehmenslandschaft durch
enge Kapital- und Personalverflechtungen gekennzeichnet.
Doch dieses Netzwerk löst sich allmählich auf.
Netzwerkgrafiken von Lothar Krempel, Wissenschaftler am
MPIfG, veranschaulichen diesen Prozess.