Sie provoziert unsere alltägliche und träge Wahrnehmungsweise, die
ungewöhnlichen Objekte in einer außergewöhnlichen Dimension zu betrachten. In
die Etagen des Regals hat die Künstlerin Körperobjekte gesetzt, die dort lagern
oder sich mit ihren Tentakeln und Fühlern zu bewegen scheinen. Ein Ensemble von
fünf Hohlkörpern hat sich im Außenraum per Gewindehaken in ein Metallregal
eingehängt. Es sind Skulpturen aus der Reihe Köpfe,
hergestellt aus Teppichböden, Kunststoffen und Pigmenten, geformt und erhärtet
durch Kunstharz.
Die ehedem weiche Textur erstarrt dabei zu knorpeligen und blasigen Strukturen.
Mit dem elektrischen Bohrer durchlöcherte die Künstlerin die erstarrten
Hohlkörper und lässt so Raum und Licht in ihr schlundartiges Inneres eintreten.
Die Faltenwürfe, Materialdrehungen und Runzeln lassen in ihrer glatten Härte an
die glänzenden Panzer maritimer Schalentiere denken.