Zahlen und Zeichen sind auch die grundlegenden Vehikel der non-verbalen
Kommunikation und die Grundelemente ihrer Bilder. Die Visualisierungen von
Zahlen, aber auch von bestimmten Gedankeninhalten, durch ihre - je nach Kultur,
in der und für die sie entwickelt wurde, spezifische - zeichnerische Umsetzung
werden durch die Bild-Serien von Rune Mields vergleichbar. Das einzelne Bild
dagegen, das Resultat eines Ineinandergehens von Abstraktion und Konkretion,
wird zum Symbol kultureller Identität.
Und wie Künstler sich dem Prinzip des l'art pour l'art widmen, denken auch
Mathematiker um des Denkens Willen oder erfahren es als ästhetisches Erlebnis,
wenn eine Primzahl entdeckt, eine Lösung gelungen, ein Beweis geglückt ist.
Die Bildoberfläche scheint makellos glatt, der Farbauftrag mehr Schein als
Materie: Keine Illusion von Emotion entsteht, keine Andeutung von einer über das
Bild hinausführenden Erzählung. Und trotzdem sind die Bilder das Resultat eines
langwierigen, sehr persönlichen Denk-Mal-Prozesses und alles andere als anonym
unbewegt. Die malerische Spur ist zwar mikroskopisch klein und unendlich fein,
wie zu kleinsten Teilchen atomisiert, aber vorhanden und da ist sie immer noch.
Diese und andere Zeichen - die Bildserie von Rune Mields umfasst bisher 18
Zeichen - sind soweit Allgemeingut geworden, dass weder ihre Schönheit, noch
ihre historische oder philosophische Bedeutung je bedacht werden. Hier nun
inspiriert ihre Schönheit, die in Maß und Proportion der visuellen Gestalt wie
in der Eindeutigkeit ihrer Funktion liegt, vielleicht zu neuer Betrachtung.
| 1972 | Kritikerpreis für Bildende Kunst |
| 1984 | Ehrengast der Villa Massimo, Rom |
| 1996 | Harry-Graf-Kessler-Preis |
| 1997 | Kulturpreis Köln |
| 2000 | Gabriele Münter Preis |