Ortserkundung, Recherche und Materialsammlung stehen am Beginn der
künstlerischen Produktion. Deren Ausgangsmaterial im weitesten Sinne
sind konkrete örtliche Gegebenheiten, wie beispielsweise Inventar und
Raumausstattung, Lichtverhältnisse, Klänge und Geräusche und vieles
andere mehr. Die Begegnungen und Gespräche mit den Menschen vor Ort sind
gleichwertiger Teil dieses Prozesses und beeinflussen in ihrer offenen
Dynamik das Endergebnis einer Ausstellungspräsentation.
Doch anders als bei den künstlerischen Archäologen der siebziger Jahre
steht bei den heute aktuellen Künstlern viel deutlicher die Frage im
Vordergrund, ob und wie die deduktiven Methoden der Naturwissenschaft
und die Kulturtheorien miteinander korrespondieren können." (J. Raap,
Anmerkungen zu den methodischen Unterscheidungen zwischen Kunst und
Naturwissenschaften. In: KUNSTFORUM, Bd. 144)
Während der Arbeitszeit im Institut diente ein selbst gefertigtes Leerbuch zur
Aufzeichnung handschriftlicher "Feldnotizen". Neben umfangreichen Auszügen aus
der "Philosophie der Fotografie" von V. Flusser (der hauseigenen Bibliothek
entnommen) - als selbstreflexive Auseinandersetzung mit der eigenen
fotografischen Tätigkeit im MPIfG - enthält es Grundrisspläne des Hauses, auf
denen unterschiedliche Beobachtungen vermerkt sind.

| 1953 | geboren in Saarbrücken |
| 1971–1972 | Praktikum Siebdruck |
| 1972–1977 | Studium an der Kunstakademie Karlsruhe und an der Staedelschule Frankfurt |
| seit 1988 | orts-/ kontextbezogene Projekte zum naturwissenschaftlichen Weltbild (Schwerpunkt: Physik, Astronomie, Geologie) |
| seit 1997 | temporäre Zusammenarbeit mit Physikern des Instituts für Kernphysik/Forschungszentrum Jülich |
| 1999 | Stipendium Kunstfonds e. V. Stipendium der Heraeus-Stiftung |
| 2000 | Stipendium der Heraeus-Stiftung |
| 2001 | Rotterdam-Stipendium der Stadt Köln |
| 1995 | vierwöchiger Arbeitsaufenthalt in der psychiatrischen Landesklinik Bedburg-Hau. |
| 1997 | "Zur Industrialisierung des Vergessens", eine Installation im Internet. "Kunst = Grundlagenforschung", Teilnahme am Forschungsforum Leipzig. "Plattentektonik/ungewisse Künste", Galerie Zimmermann, Mönchengladbach. |
| 1998 | ständige Installation im Stadtraum von Iserlohn (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kernphysik/Forschungszentrum Jülich). |
| 1999 | "Radiotropisches Labor", Museum Wiesbaden, (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kernphysik/Forschungszentrum Jülich). "Sammlung Wissen und Vergessen", Doktorandenkurs Physik zur Festkörperspektroskopie, TU Dresden |
| 2000 | "238/92 U", Galerie Hafemann, Wiesbaden. "Meßzeit", Gothaer Kunstforum Köln. "Materialberg", Doktorandenkurs Physik zu Symmetrie und Symmetriebrechung, Universität Halle. |
| 2001 | Schloß- und Beschlägemuseum, Velbert. |
| 2002 | "Bodenwerte Rotterdam", Tent, Rotterdam. |
| 2003 | "Wie man Entfernungen schätzt" – eine multiplexe Felduntersuchung, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln. |