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 MPIfG Kunstaustellungen

 

Elementare Sachen
Ute Bartel


 

31. Oktober bis 3. Dezember 2002

Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 30. Oktober 2002 | 19 Uhr
mit einem Gespräch zwischen der Künstlerin Ute Bartel, dem Kunsthistoriker Dr. Christian Krausch (Museumsverein Mönchengladbach) und dem Direktor des MPIfG, Prof. Dr. Wolfgang Streeck
 


 

 

Ute Bartel


 
Meine Fotoarbeiten und Installationen setzen sich in der Regel aus vielen einzelnen Motiven und Ausschnitten eines bestimmten Inhaltes oder Themas zusammen. Das ist mein Ausgangsmaterial.

 

 

 
Dieses "Material" entsteht durch Fotoaktionen, die ich zum Beispiel mit anderen Menschen oder auch mit mir selber durchführte, oder aber es entsteht, indem ich bestimmte Gegenstände, Landschaften oder Situationen des Alltags innerhalb eines formal und inhaltlich abgesteckten Rahmens fotografiere.

 

 

 
Bei der Bearbeitung, die sich an die Materialerstellung anschließt, geht es mir darum, die Form zu finden, die der Bildgegenstand zu verlangen scheint. Dabei setze ich die Kraft und Konzentration der Wiederholung ein, bis hin zu einer ornamentalen Bildwirkung.Ziel ist nicht eine oberflächliche Ästhetisierung, sondern eine Formfindung, die eine Erweiterung oder eine Transformation des Bildinhaltes zur Folge hat.

 

Fotografie als Transformation von Realität


 

 
Ute Bartels Fotoarbeiten entstehen stets in konkreter Auseinandersetzung mit bestimmten Orten, Situationen und Gegebenheiten. Ihr übergreifendes Gestaltungselement ist das der Wiederholung einzelner Elemente.

 

 

 
Gelegentlich eingebunden in eine Aktion, oftmals auch beschränkt auf die Möglichkeiten der Fotografie, entstehen fremde Ansichten eigentlich vertrauter Dinge. Alltägliche, allgemeine Objekte werden unter der Hand der Künstlerin herausgehoben und vom eigentlichen Umfeld abgegrenzt, wobei die Vervielfältigung des einzelnen Motivs den Blick wieder auf das ursprüngliche Motiv lenkt.

 

 

 
Die Eindringlichkeit des Augenblicks, der emotionale Gehalt bestimmter Räume, der eigentümliche Rhythmus von Naturlandschaften und der spürbare Hauch von Geschichte, der historisch besetzte Orte umgibt, finden innerhalb ihrer künstlerischen Vorgehensweise ein ähnlich starkes Echo wie die charakteristische Form und Struktur der auf Einzelbildern festgehaltenen Realität.

 

 

 

 

 

Die Bearbeitung der vor Ort gesammelten Realitätsfragmente findet im Atelier statt. Die Montage der Einzelbilder unterliegt dem Prinzip der Reihung und Wiederholung. Aus der Aneinanderfügung von jeweils identischen Fotografien ergibt sich eine übergreifende Struktur, die in einer gewissen Entfernung zum Bildobjekt als Muster oder abstraktes Ornament erscheint.
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