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Christoph Möllers
Soziale Normen jenseits sozialer Differenzierung

 

 
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Soziale Ausdifferenzierung gilt nach wie vor als eine große Errungenschaft moderner Gesellschaften, ihre begriffliche Verarbeitung als notwendige Bedingung für gelingende sozialwissenschaftliche Analysen. Dies ist auch für soziale Normen von Bedeutung, denn es ist folgenreich, ob diese einer religiösen, einer politischen oder einer anderen Provenienz zugeordnet werden. Freilich sind gegenwärtige Gesellschaften auch mit hybriden sozialen Normen konfrontiert, etwa mit "religiösem Recht" oder "Menschenrechten", bei denen eine solche Zuordnung schwerfällt oder unergiebig sein könnte. Eine Rekonstruktion des Begriffs der sozialen Norm könnte dabei helfen, die Zuordnungsfrage hintanzustellen, um solche Phänomene besser empirisch beschreiben zu können.
 
Christoph Möllers ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und dort wissenschaftlicher Leiter des Programms Recht im Kontext. Von 2011 bis 2014 war er Richter im Nebenamt am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg.
 
Ausgewählte Veröffentlichungen
  • Möllers, C.: The Three Branches. Oxford University Press, 2011.
  • Möllers, C.: Das entgrenzte Gericht (mit Matthias Jestaedt, Oliver Lepsius, Christoph Schönberger). Suhrkamp, 2011.
  • Möllers, C.: Die Möglichkeit der Normen. Suhrkamp, 2015.
  • Möllers, C.: Krisenzurechnung und Legitimationsproblematik in der Europäischen Integration. In: Leviathan 43(3), 339–364, 2015.

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